Neuorientierung in der Jugendarbeit Hambühren

Kinder- und Jugendarbeit wird am Mittwoch bei der Sitzung des Sozialausschusses der Gemeinde Hambühren ein dominierendes Thema sein. Dabei wird Gianna Rieb ihre Bachelorarbeit „Offene Kinder- und Jugendarbeit: Eine Konzeption der kommunalen Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Hambühren“ vorstellen, die sie im Rahmen ihres Sozialpädagogik- und Managementstudiums angefertigt hat. Primär geht es darin um die Bedeutung eines Jugendzentrums in der Gemeinde. Wichtige Grundsätze für ein erfolgreiches Konzept hat der zuständige Arbeitskreis des Landkreises formuliert. Einer davon lautet: „Offene Kinder- und Jugendarbeit vermittelt vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Lebensfreude und Spaß für Kinder und Jugendliche durch gemeinsame Erlebnisse.“

Im Rahmen ihrer Arbeit hat Rieb 267 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und Interessen befragt. Die wichtigste Frage lautete, für wie wichtig ein Jugendzentrum gehalten wird, in dem man seine Freizeit verbringen kann. Über drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie es wichtig oder sehr wichtig finden.

Hintergrund der Recherche ist eine geplante Neuorientierung in der Jugendarbeit Hambührens. Im Zuge der Digitalisierung ändern sich bekanntlich die Interessen junger Leute, was zu rückläufigen Besucherzahlen in Jugendtreffs führt. Das betraf vergangenes Jahr auch den bisherigen Treffpunkt „Ruine“ im Hehlenbruchweg. Jugendpfleger Knut Weinreich beendete seine Tätigkeit und das Zentrum musste schließen. „Daran hat sich bis jetzt auch nichts geändert“, bestätigt Rieb auf Nachfrage. Deswegen will man sich in diesem Bereich neu ausrichten und stärker auf die Interessen der jungen Generation eingehen. Obwohl fast die Hälfte der befragten Jugendlichen angab, sich in ihrer Freizeit am liebsten mit Computerspielen oder Surfen im Internet zu beschäftigen, waren die zwei meistgenannten Aktivitäten Freunde zu treffen (79 Prozent) und Sport (54 Prozent).

Dass sich am Jugendangebot etwas ändern sollte, wird auch daran deutlich, dass weniger als ein Viertel mit der aktuellen Situation zufrieden ist. Auch was sich die Jugendlichen konkret für die Zukunft vorstellen, wurde abgefragt. Über die Hälfte hätte gerne Freiraum zum Entspannen und um Freunde zu treffen. Ähnlich viele wünschen sich spielerische und sportliche Angebote wie Tischtennisplatten, einen Billardtisch oder Basketballkorb. Auch Gesellschaftsspiele erweisen sich als beliebt.

Rieb ist froh, dass sich der Ausschuss mit dem Thema auseinandersetzt: „Es ist wichtig, dass die Politik Verantwortung für jüngere Generationen übernimmt.“

Neben der Besprechung der Bachelorarbeit steht eine Analyse der Teilnehmerzahlen der diesjährigen Ferienpassaktion auf dem Programm. Da es einige Fälle gab, in denen ein angemeldetes Kind unentschuldigt nicht bei einer Veranstaltung erschien, wird darüber nachgedacht, das Zahlungssystem zu reformieren. Die bisher übliche Grundgebühr von zwei Euro könnte wegfallen und man müsste stattdessen pro Aktion zahlen, an der man teilnehmen möchte.

http://www.cellesche-zeitung.de/Celler-Land/Hambuehren/Was-fuer-junge-Leute-wichtig-ist

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