BERND SENF, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Seit April 2009 ist er nur noch frei schaffend tätig – mit  Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral. In seinen Veröffentlichungen  hat er  schon seit 1996 eindringlich auf  die Gefahren  krisenhafter  Zuspitzungen  im  Weltfinanzsystem  hingewiesen  und  grundlegende  Korrekturen  und  notwendige  Alternativen  angemahnt.  Seit  Ausbruch  der  Weltfinanzkrise  ist  das  Interesse  an  seiner  unkonventionellen Sichtweise und an seinen Veröffentlichungen sprunghaft angestiegen. Im Seminar  wird  er  auf   lebendige  und  spannende  Art  allgemein  verständlich  die  wesentlichen  Zusammenhänge  zum Thema ableiten.

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Senf im Saal der Freien Waldorfschule Mitte, Berlin am 21.10.2008


Von der Weltfinanzkrise und ihrer Zuspitzung seit Herbst 2008 zeigten sich die meisten Experten aus  Wirtschaft,   Finanzwelt,   Wissenschaft,   Politik   und   Medien   völlig   überrascht.   Die   aufgeregten  Diskussionen  um  mögliche  Hintergründe  blieb en  an  der  Oberfläche  stecken,  und  die  ergriffenen  Maßnahmen   haben   lediglich   den   Charakter   von   Symptombekämpfung.   Über   Risiken   und  Nebenwirkungen  der  Bankenrettungsschirme  und  Konjunkturpakte  wurde  die  Öffentlichkeit  kaum  informiert  –   und  noch  weniger  darüb er,  woher  auf   einmal  die  Unsummen  von  Geldern  eigentlich  kamen und wer darauf  in welcher Weise Einfluss hat. Inzwischen werden an den Börsen schon wieder  Feste  der  Kurssteigerung  gefeiert,  während  sich  neue  Spekulationsblasen  bilden,  die  in  absehbarer  Zeit   erneut  platzen  müssen.  Hinzu  kommt  die  akute  Gefahr  von  Staatsbankrotten  auch  im  Euro – Raum (Griechenland u. a.) mit dramatischen Folgen. Diese krisenhaften Zuspitzungen lassen sich auf   einige wesentliche tiefere Ursachen zurückführen, wie sie im bestehend en Geldsystem verankert sind.

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