2016 war im Celler Land zu warm und zu trocken

Das Jahr 2016 war in der Südheide leicht zu warm und von vielen extremen Monaten geprägt. Einer relativ feuchten ersten Hälfte stand eine niederschlagsarme zweite Jahreshälfte gegenüber. Insgesamt war das Jahr zu trocken. Die Unterschiede beim Sonnenschein glichen sich im Jahresverlauf weitgehend aus.

CELLE. Der Winter 2015/16 fiel nahezu komplett ins Wasser. Bis auf zwei Frostperioden in der ersten und dritten Januarwoche mit einigen Schneetagen hatten Winterfreunde wenig zu lachen.

Im März und April kamen die Frühlingsgefühle nur langsam in Fahrt. Grund war die ungünstige Lage der Hochdruckgebiete, die oftmals kühle Winde aus Norden bis Osten zu uns lenkten. Erst im sonnigen und warmen Mai konnte die Grenze zum Sommertag – über 25 Grad – geknackt werden. Am 9. Mai wurden in Celle 25,3 Grad gemessen. Trotz des häufigen Hochdruckeinflusses hielt sich die sonst übliche Frühjahrstrockenheit in Grenzen.

Gemäß der Siebenschläferregel war der Sommer im Juli und August für die meisten von uns ein Reinfall. Deutlich zu warm fiel nur der Juni aus, der maßgeblich zum geringen Temperaturplus des Sommers beitrug. Durch teils heftige Schauer und Gewittergüsse wurde er in unserer Region zum mit Abstand nassesten Monat des Jahres. Allen in Scharnhorst-Marwede wird der 22. Juli in böser Erinnerung bleiben. Während eines schweren Gewitters um die Mittagszeit stürzten innerhalb kurzer Zeit 69 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel, die den Ort im Handumdrehen fluteten. Nach endlos wechselhaften und meist kühlen Ferienwochen hatten viele den Sommer schon abgeschrieben. Doch in den letzten Augusttagen konnten Freibäder und Badeseen doch noch gestürmt werden. Während einer massiven Hitzewelle wurden am 26. und 28. August zwischen Aller und Elbe mit bis zu 35 Grad die höchsten Temperaturen des Jahres gemessen.

Heiße Mittelmeerwinde sorgten anschließend für einen September der Superlative. Mit neun bis elf Sommertagen, darunter drei Hitzetage bis 32 Grad, zahlreichen Temperaturrekorden sowie fast 200 Sonnenstunden, zog er mit den bisherigen Top-Septembern 1999 und 2006 gleich. Zudem verschärfte sich im September die seit Juli anhaltende Trockenheit erheblich. Dann folgte der große Absturz: Statt Altweibersommer und goldener Herbstfarben brachte der Oktober dröges Dauergrau auf Dezemberniveau. Im November setzten sich die Extremereignisse fort. Der Monat war nicht nur der kälteste seiner Art seit 1998, sondern verzeichnete mit Schneemengen von 10 bis 17 Zentimetern und Nachttemperaturen bis minus 10 Grad bezüglich der ersten Monatshälfte sogar ein Jahrhundertereignis. Anfang Dezember sprang wie üblich die atlantische Wetterküche an. Sie bescherte uns das nunmehr sechste grüne Weihnachtsfest in Folge.  /  Autor: Reinhard Zakrzewski , geschrieben am: 30.12.2016

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