Weihnachtseinkäufe in der Adventszeit

Ein altes Oldauer Ehepaar wollte nach vielen Jahren wieder einmal nach Hannover um Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Sie fuhren mit dem Bus zum Celler Bahnhof und von dort mit dem Zug nach Hannover.

In Hannover angekommen sieht sich Muttern auf dem weihnachtlich geschmückten Bahnhof um. Sie sieht ein Schild, auf dem steht “Ge-leise”. Sie sieht noch mal hin und sagt: “Vadder, zieh die Schuhe aus. Hier müssen wir leise gehen”. Die Schuhe in der Hand gingen sie nun weiter zu Karstadt. Mutter wollte für ihre Tochter einen Regenschirm kaufen. Sie fragt den Portier an der Tür. “Herr Karstadt, ich möchte einen Schirm kaufen”. Der fühlt sich durch die Anrede geschmeichelt und sagt: “Erst’n Stock”. Quatsch, denkt sie und fragt drinnen eine Verkäuferin: “Wo kann ich einen Schirm kaufen?” Die antwortet freundlich: “Erst’n Stock!” Mutter geht nun zu Vadder zurück und sagt: “Hier können wir erst einen Schirm kaufen wenn wir vorher ‘nen Stock kaufen.”

Nun gingen sie in ein anderes Geschäft, um einen Spiegel zu kaufen. Sie fanden einen sehr schönen und gingen zur Kasse zum Bezahlen. Der Verkäufer fragt: “Soll ich ihn einschlagen?” “Nee, nee,” sagt Mutter aufgeregt, “kaputte Spiegel haben wir genug zu Hause”.

Wie sie durch die Stadt gehen, kommen sie zum Theater. Sie beschließen sich Theaterkarten zu kaufen. Vadder fragt an der Kasse:” Was gibt es denn heute?” “Was Ihr wollt”, antwortet der Kassierer. “ ”Was wollen wir denn; nehmen wir mal Wilhelm Tell.” Er schaut auf die Preistafel. Da steht unter anderem, Pro-gramm 50 Cent Er sagt zu Muttern “Hier können wir nicht reingehen, man muss nach Gewicht bezahlen, das wird für uns zu teuer. Den Theaterbesuch müssen wir uns aus dem Kopf schlagen.”

Nun wurden sie langsam hungrig und müde und mieteten sich in einem schönen Hotel ein Zimmer. Es gab nur noch Ein-Bett-Zimmer. Vadder meint: “Das macht nichts, Muttern habe ich ja jede Nacht bei mir.” Bevor sie schlafen gehen, wollten sie aber erst noch essen. Sie gingen runter ins Restaurant und der Ober brachte ihnen die Speisekarte. Als erstes stand. Carbonade. Muttern sagt. “Die haben wir doch selbst zu Hause. Wir haben doch erst geschlachtet“. Dann stand da: “Menue.” “Das hört sich so schön französisch an. Das nehmen wir“. Als erstes kam die Suppe. Vaddern wollte keine Suppe. Dann kamen die Koteletts. “Das ist Betrug” schimpften sie, ”wir wollten doch Menue!”

Als sie aufgegessen hatten gingen sie auf ihre Zimmer. Vadder wollte gerade einschlafen, da öffnete sich leise die Tür. Er wusste nicht, dass es der Doktor war, der sich in der Zimmertür geirrt hatte. Er sollte einem kranken Gast einen Einlauf machen. Vadder dachte, das gehört zum Zimmerservice und hielt ganz still. Danach hatte er eine unruhige Nacht.

Sie waren froh, als sie am anderen morgen im Zug saßen und nach Hause fuhren. Im Bus vom Celler Bahnhof nach Oldau trafen sie einen Freund und erzählten ihm ihre Erlebnisse. Erst muss man auf Strümpfen gehen. Wenn man einen Schirm kaufen will muss man erst  einen Stock kaufen. Dann kauften wir einen Spiegel. Den wollten sie uns gleich einschlagen. Im Theater muss man nach Gewicht bezahlen. Aber das schlimmste kommt noch, wenn Du Deine Suppe nicht isst, wird sie Dir abends hinten reingespritzt. Ich sage Dir, nächstes Jahr machen wir unsere Weihnachtseinkäufe wieder in Hambühren und Celle.

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