Gefährdung von Schulkindern in der Ostlandstraße

Auf Veranlassung besorgter Eltern hatte die Bürgerinitiative bereits im Herbst 2014 das Thema “Gefährdung von Schulkindern in der Ostlandstraße” aufgegriffen.

Westlich der Ostlandstraße beheimatete Kinder überqueren auf dem Weg zur Manfred-Holz- Grundschule zwangsläufig die Ostlandstraße auf dem Zebrastreifen im Bereich Lönsweg/ Brambusch. Die Eltern sorgen sich um ihre Kinder wegen der dortigen erhöhten Unfallgefährdung durch die rücksichtslose Fahrweise einiger KFZ- Nutzer. Es grenzt schon an ein Wunder, dass bisher nichts Ernsthaftes passiert ist.

Obwohl die Kinder die Absicht zur Überquerung der Straße deutlich anzeigen, sich manchmal sogar bereits auf der Fahrbahn befinden, gibt es einige KFZ- Fahrer, die keine Rücksicht auf die Kinder nehmen und ungebremst weiterfahren, sehr oft sogar mit überhöhter Geschwindigkeit. Die völlig gerade breite Fahrbahn der Vorfahrtstraße verleitet leider zum Schnellfahren. Verkehrskontrollen durch die Polizei scheint es in der Ostlandstraße leider nicht zu geben.

Nach der Meinung der Eltern hätte die Gemeinde die Möglichkeit geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Verkehrsrowdies die rücksichtslose Fahrweise abzugewöhnen bzw. wenigstens erheblich zu erschweren.

Anlässlich der Informationsveranstaltung im Januar 2009 hatten Anlieger bereits für die Ostlandstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h empfohlen. In einer öffentlichen Sitzung des Hoch- und Tiefbauausschusses am 12.02.2009 hatte Bauamtsleiter Jürgensen erklärt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von weniger als 50 km/h sei für die ganze Ostlandstraße nicht möglich, wohl aber für kurze Abschnitte. Als Beispiel nannte er den bereits geschilderten Gefährdungsbereich und zusätzlich das in unmittelbarer Nähe befindliche Altersheim. Wahrscheinlich hatte er schon damals dort eine erhöhte Unfallgefahr vermutet. Die Aufstellung der dazu benötigten Verkehrsschilder hätte kaum nennenswerte Kosten verursacht

Am Fußgängerüberweg Lönsweg/ Brambusch gibt es eine weitere Unfallgefahrenstelle. Die am Zebrastreifen wartenden Fußgänger werden durch vor dem Altenheim parkende Autos verdeckt und können von aus Richtung Norden kommenden Autofahrern nicht rechtzeitig bemerkt werden. Diese offensichtliche Fehlplanung sollte korrigiert werden, z.B. durch Verlegung des Zebrastreifens auf die Südseite des Lönsweges, oder durch ein Parkverbot vor dem Altenheim.

Als weitere Präventionsmaßnahme sollte eine Drosselung der Fahrgeschwindigkeit, auch im Bereich der durch die erfolgte Fehlplanung zu schmalen direkt an die Fahrbahn grenzenden Gehwege erfolgen. Dadurch könnte die Unfallgefahr für sich auf den Gehwegen begegnenden auf die Fahrbahn ausweichenden Fußgängern, Rollstuhlfahrern, Mütter mit Kinderwagen etc. erheblich verringert werden.

Nach der damals fernmündlich erfolgten Antwort des Bürgermeisters wurde das Anliegen der besorgten Bürger seitens der Gemeinde durchaus positiv gesehen. Für den Straßenverkehr sei aber leider nicht die Gemeinde zuständig, sondern allein die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, die die Vorschläge als nicht realisierbar bezeichnet hätte.

Der negative Bescheid ist vermutlich erfolgt, weil nach der damals gültigen Straßenverkehrsverordnung StVO nur streckenbezogen Tempo 30 angeordnet werden durfte und zwar bei Nachweis einer um ein Drittel über den Normalfall liegenden besonderen Gefahrenlage. Das heißt, erst dann, wenn etwas Schlimmes passiert ist!  Was ist das für eine grausame Logik ?

Die hohe Anordnungshürde ist endlich entfallen. Das Bundeskabinett hat am 15.06.2016 eine StVO – Novelle für mehr Verkehrssicherheit beschlossen. Dazu gehört u.a. die erleichterte streckenbezogene Anordnung von Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Altersheimen.

Dazu Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: “Schwächere Verkehrsteilnehmer, wie Kinder oder Senioren brauchen einen besonderen Schutz – auch im Straßenverkehr. Insbesondere vor Grundschulen, Kindergärten und Altenheimen ist besondere Vorsicht geboten. Mit den Änderungen an der Straßenverkehrsordnung können die Straßenverkehrsbehörden dort leichter Tempo 30 auch an Hauptverkehrsstraßen anordnen.”

Nun würde nach der neuen Rechtslage die Möglichkeit bestehen, den Schulweg der Kinder verkehrssicherer zu gestalten. Die Gemeindeverwaltung müsste vermutlich lediglich die gewünschten Änderungen bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises beantragen.

Vielleicht besteht auch für die B214 in Ovelgönne und Hambühren1 die bereits mehrmals angedachte Möglichkeit einer Tempo 30 – Regelung zur Minderung des Lärmpegels In anderen Kommunen gibt es bereits derartige Regelungen für Hauptverkehrsstraßen. / Egon Kiehne

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