Offener Brief: Vandalismus in Hambühren

Wann werden wir Bürger endlich von diesem Alptraum erlöst?

briefÜber die nicht enden wollende Vandalismus-Serie in Hambühren wurde die letzten Monate mehrfach und ausführlich berichtet. Seit 11 Monaten werden wir, die Hambührener Bürger, Nacht für Nacht terrorisiert und geschädigt, aber die öffentlichen Organe scheint das nicht sonderlich zu bewegen.

Aus Sicht der Bürger stellt sich die Situation wie folgt dar: Wir werden allein gelassen vom Bürgermeister der Gemeinde Thomas Herbst, von der Jugendamtsleiterin des Landkreises Celle Dagmar Wiese-Cordes, vom Direktor des Amtsgerichtes Celle Dr. Dieter-Philipp Klass und nicht zuletzt von der Landesregierung, die weitere Stelleneinsparungen bei der Polizei im Landkreis Celle vorantreibt. Das können und wollen wir nicht mehr verstehen! Es wird viel geredet und diskutiert aber keiner der genannten Stellen übernimmt im Rahmen unserer Rechtsordnung die Verantwortung in dieser, mittlerweile völlig verfahrenen Situation.

Thomas Herbst entpuppt sich als Phantom. Seit Monaten gibt es keinerlei Information an die Bürger, nichts über sein Tun und Handeln im Bezug auf die mittlerweile mehr als hocheskalierte Lage. Man stellt sich die Frage, ob er überhaupt noch seiner Verpflichtung als Bürgermeister nachkommt?

Das Jugendamt schweigt still und ist zu keinem Gespräch bereit.

Herr Dr. Dieter-Philipp Klass beruft sich auf die Gebote der Rechtstaatlichkeit und die angeblich nicht ausreichend vorhandene Beweislage. Es gilt die Unschuldsvermutung, das heißt im Klartext, Täterschutz geht vor Opferschutz.

Es handelt sich nunmehr um 150 Delikte, mit einer Schadenshöhe von über 100.000 €, dies wird in unerklärlichen Weise von der Kommune, dem Landkreis und der Landesregierung gleichgültig zur Kenntnis genommen. Wir werden als Opfer und Anwohner kläglich im Stich gelassen. Die Belastungsgrenze für jeden einzelnen von uns ist weit überschritten, nicht nur im materiellen Sinn. Mittlerweile hat auch die psychische Belastung das Höchstmaß erreicht. Die von Brandstiftung betroffenen Bürger sind zum Teil erheblich traumatisiert.

Wir Bürger haben uns gezwungenermaßen in Bürgerstreifen organisiert, da auf Grund der personellen Kapazitäten, eine ausreichende Polizeipräsenz nur zeitweise, um nicht zu sagen sporadisch, gewährsleitet werden kann. Kommen hochrangige Politiker wie Frau Dr. Merkel und Herr Dr. Steinmeier zum Wahlkampf nach Celle, spielt Hannover 96 ein Heimspiel in der 2. Bundesliga oder ist Stadtfest in Celle, dann sind die Einsatzkräfte anderweitig verplant. Für die Sicherheit der Bürger in Hambühren sind dann keine Kapazitäten mehr vorhanden, wir sind auf uns allein gestellt! Wir kommen unserer Bürgerpflicht nach und unterstützen die Polizei in ihrer Ermittlungsarbeit mit hohem Engagement und wer hilft uns?

Die betroffenen Bürger durchleben seit Monaten schlaflose Nächte, gehen nachts Streife oder bewachen ihr Grundstück, haben Angst um ihr Hab und Gut aber auch Angst um Leib und Leben, denn die Situation eskaliert zunehmend. Das ist in Bezug auf Beruf, Familie und Privatleben nicht dauerhaft zu leisten, die Ressourcen sind aufgebraucht!

Dank der äußerst professionellen Einsätze unserer Freiwillige Feuerwehr Hambühren, konnten bisweilen folgenschwere Schäden durch Übergriffe der Brände auf Wohngebäude und somit auch die akute Gefährdung von Menschenleben abgewendet und verhindert werden. Dies ist aber ausdrücklich auf die Aufmerksamkeit der engagierten Bürger und der unglaublich schnellen Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr zurückzuführen. Allen diesen freiwilligen und unermüdlichen Einsatzkräften, die als ehrenamtliche Bürger ebenfalls ihrer Verpflichtung nachgehen und sich Einsatz für Einsatz einem nicht unerheblichen Risiko aussetzen, gilt hier ein ganz besonderer Dank!

Das Maß ist voll, die Lage hochbrisant. Der Unmut der Bürger wächst stündlich, das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit ist längst verloren gegangen. Wie lange soll dieser Ausnahmezustand noch andauern? Wir fragen uns, ab wann ist denn Ihrer Meinung nach „Gefahr im Verzug“, muss es denn erst zu Verletzen oder Toten kommen?

Verehrte gewählte Volksvertreter, exekutive Organe unseres Rechtsystems und unabhängige Richter: Wie lange wollen Sie noch zusehen und vor allem sei die Frage erlaubt, wie würden sie handeln und entscheiden, wenn sich dieser Alptraum Nacht für Nacht unmittelbar vor Ihrer Haustüre abspielte und Sie direkt davon betroffen wären?

30.09.2016  – M. L., eine betroffene Hambührener Bürgerin

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