SPD fordert Sicherheitsdienst oder Citystreife

Artikel wurde aktualisiert:

spd hambühren citystreifeSeit Monaten hält eine Serie von Straftaten Hambühren in Atem. Nachdem es zunächst zu Diebstählen von Autokennzeichen sowie zu Sachbeschädigungen gekommen war, wurden zuletzt mehrere Feuer vorsätzlich gelegt. Die Anwohner vermuten, dass eine 17-Jährige hinter den Taten steckt. Angeklagt wurde sie aber bisher „nur“ in zwölf Fällen – sieben Sachbeschädigungen und fünfmal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die SPD Hambühren fordert jetzt einen Sicherheitsdienst oder eine kommunale Citystreife.

spd hambühren citystreife

Bild anklicken zur vergrösserten Darstellung

„Sicherheit ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens“, sagt Andreas Ludwig, SPD Vorsitzender in Hambühren. „Selbstverständlich treten wir dafür ein, Sicherheit zu schützen und dort wieder herzustellen, wo sie anscheinend nicht mehr gewährleistet ist.“

HAMBÜHREN. „Sicherheit ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens“, sagt Andreas Ludwig, SPD-Vorsitzender in Hambühren. „Selbstverständlich treten wir dafür ein, Sicherheit zu schützen und dort wieder herzustellen, wo sie anscheinend nicht mehr gewährleistet ist.“  Der Versuch, das Thema Vandalismus auf die politische Tagesordnung zu setzen, sei zuletzt an einer fehlenden Mehrheit im Verwaltungsausschuss gescheitert, dessen Vorsitz Bürgermeister Thomas Herbst innehat.

„Das werden wir so nicht akzeptieren“, sagt Andreas Ludwig. Man könne nicht einerseits die Vorfälle anprangern und sich die Ängste und Klagen der Bürgerinnen und Bürger anhören, aber andererseits nichts unternehmen. „Solange die offiziellen Strafverfolgungs- und Gerichtsverfahren andauern, müssen wir versuchen, weitere Taten zu verhindern oder wenigstens diejenigen dabei unterstützen, die das schon jetzt tun“, erläutert Ludwig. Auch er sieht den immensen finanziellen Schaden der betroffenen Opfer, von den psychologischen Auswirkungen und dem unermesslichen Schaden für das Image von Hambühren als ruhigen und friedlichen Wohnort einmal ganz abgesehen.

Nach Auffassung der SPD müsse insbesondere Bürgermeister Thomas Herbst, immerhin einer der Hauptverantwortlichen für die allgemeine Gefahrenabwehr in der Gemeinde, endlich tätig werden und sich mit Landkreis und Polizei abstimmen. Auch ein gemeindeeigener Sicherheitsdienst oder eine kommunale Citystreife wären Optionen, die man aus heutiger Sicht wohl leider prüfen müsse und die die SPD unterstützen würde. Auch die Opfer und Anwohner dürften nicht im Stich gelassen werden. Sie könnten laut Ludwig logistisch und auch materiell unterstützt werden. Zuallererst aber wären Informationen über die Geschehnisse und über den aktuellen Stand der Ermittlungsarbeit förderlich, um den Leuten zu zeigen, was die Behörden unternehmen, so Ludwig. Vieles sei unklar, unbekannt und werde falsch weitergegeben – die Gemeinde habe hier eine klare Informationspflicht. Man dürfe auch die älteren Anwohner nicht vergessen, die nicht über die modernen Errungenschaften wie Smartphone, Internet, etc. verfügen.

„Wir könnten auch Anfragen an die Landesregierung richten, wie dies der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch tut. Aber wir wissen auch, dass sich die Landesregierung nicht um täglich knapp 150 Fälle von Sachbeschädigung in ganz Niedersachsen wird kümmern können. Sie muss das auch nicht tun – es ist nicht ihre Aufgabe. Anfragen helfen überhaupt nicht weiter – vor Ort muss gehandelt werden! Wir brauchen den Anstand der Zuständigen“, so Ludwig.

Rückblickend betrachtet scheinen nicht unerhebliche Fehleinschätzungen im Bereich des Jugendamtes des Landkreises und eine anfängliche Bagatellisierung der Sachbeschädigungen durch die Ermittlungsbehörden zur derzeitigen hochbrisanten Lage geführt zu haben, meint Andreas Ludwig. Der Dank und größte Respekt der SPD gilt den Feuerwehren und vor allem den Anliegern, deren Organisationstalent und Zusammenhalt, auch im Hinblick auf Nachtwacheschichten.

Den Hintergrund der aktuellen Situation beschreibt Andreas Ludwig wie folgt: „Seit Beginn des Jahres neben die Fälle von Vandalismus an Autos und auch Brände von Autos, Garagen und Gartenhütten in Hambühren zu. Mittlerweile laufen polizeiliche und strafrechtliche Ermittlungsverfahren, bei denen es in den meisten Fällen um ein- und dieselbe Tatverdächtige, eine 17-jährige aus Hambühren geht.

Da sich die Taten vorwiegend in einer Nachbarschaft in Hambühren II nahe der Ostlandstraße ereignen, sind die dortigen Anwohner verständlicherweise besorgt. Finanziell geschädigt und auch psychisch belastet sind sie allemal, so dass für den normalen Bürger kaum verständlich ist, weshalb die Verdächtige noch immer nicht dingfest gemacht werden konnte und fast täglich – besser gesagt in nahezu jeder Nacht – weiterhin durch die Nachbarschaft streift.

Viele Anwohner sind mittlerweile auch enttäuscht von den staatlichen und kommunalen Behörden aber auch der Justiz, denen aufgrund der Beweislage die Hände gebunden scheinen. Eine rechtzeitig vor der Kommunalwahl an die Niedersächsische Landesregierung gerichtete Anfrage des Hambührener Landtagsabgeordneten Thomas Adasch lässt den Anschein aufkommen, dass er sich nun persönlich um die Angelegenheit kümmern würde. Dabei ist offensichtlich, dass die sog. „Kleine Anfrage“ an der Lösung der Problems vorbeigeht.

Für die SPD in Hambühren ist der Fall klar: Polizei und Justiz sind am Zuge und müssen ihre Arbeit nun erfolgreich zu Ende bringen. Den betroffenen Anwohnern wird hingegen nicht mit Anfragen geholfen, sondern mit beherztem Zupacken der Gemeindeverwaltung. Die zwischenzeitlich privat organisierte Nachtwache im Quartier verdient Unterstützung der Gemeinde. Auch besonders hilfsbedürftige Anwohner brauchen Hilfe oder wenigstens ausreichende Informationen über den Stand des Verfahrens. Hier könnte die Verwaltung als Schnittstelle zwischen den vielen agierenden Stellen fungieren und für eine offizielle Information der Öffentlichkeit sorgen.

Auch die Verdächtige selbst steht mittlerweile in der Gefahr, von bereits betroffenen Anwohnern aber auch Unbeteiligten aufgegriffen zu werden. Erste Fälle von „Racheakten“ wurden bereits registriert. Dies muss nach Auffassung der SPD unbedingt verhindert werden – Selbstjustiz ist nicht die richtige Antwort, hilft niemandem und führt im schlimmsten Fall nur zu weiteren Strafverfahren und noch mehr Opfern. Deshalb wäre es wichtig, auch über die Ermittlungsverfahren hinaus, möglichst viele Akteure an einen Tisch zu bekommen, um gemeinsam Lösungsansätze und Hilfen zu organisieren. Priorität haben hier in jeden Fall die Geschädigten.“  / Quelle: CelleHeute

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s