Hambühren sucht Lösung für fehlende Krippenplätze

Es fehlen zum 1. August 22 Krippenplätze in der Gemeinde Hambühren, dies teilte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales mit.

HAMBÜHREN. „Die Platzvergabe ist nahezu abgeschlossen. Am 1. April wurden die Zusagen und Absagen an die Eltern verschickt. Erfahrungsgemäß ist nach Versendung der Schreiben noch etwas Bewegung in der Platzbelegung“, sagte Maren Bunge, Leiterin Bürgerdienstleistungen der Gemeinde Hambühren.

Bei den Kindergartenplätzen seien insgesamt zehn Halbtagsplätze und neun Nachmittagsplätze frei, es würden jedoch sechs Ganztagsplätze fehlen. „Wir müssen den 11. April abwarten, bis die Eltern eine Rückmeldung gegeben haben, ob sie den Platz annehmen. Möglicherweise werden da noch einige Plätze wieder frei, die wir weiter vergeben können“, sagte Bunge.

Fred Kummerow (Grüne) betonte, dass es Aufgabe der Verwaltung sei, Lösungen zu finden. „Wir haben einen Rechtsanspruch zu erfüllen. Was unternimmt die Gemeinde? Die Eltern sind unzufrieden und werden Schadensersatzanspruch stellen“, so Kummerow.

Der Hambührener Bürgermeister Thomas Herbst bekräftigte, dass die Verwaltung pragmatisch an einer Lösung für die fehlenden Krippenplätze arbeite. „Ich verstehe die betroffenen Eltern und die Verwaltung tut alles, um das Problem zu lösen“, sagte Herbst.

Eine Alternative zum Krippenplatz könnte die Betreuung durch Tagesmütter sein. Hambühren verfüge derzeit über elf qualifizierte Tagespflegepersonen. „Bei Tagesmüttern sind ab 1. August sechs Ganztags- und zwei Halbtagsplätze frei. Wir bieten jeder Familie, die keinen Krippenplatz hat, auch eine Betreuung durch eine Tagesmutter an. Manche ziehen das in Erwägung, andere schließen das aus“, so Bunge.

Marion Schulz, Pädagogische Leiterin der evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis Celle, betonte, dass man vor allem mit den Familien im Gespräch bleiben müsse. Auch eine vertraute Nachbarin oder Freundin könne sich über den Landkreis eignen lassen und als Tagesmutter eingesetzt werden, falls das für manche Eltern eine Lösung für ihr Kind wäre. Wir lassen die Familien nicht im Regen stehen“, sagte Schulz.

Die Erweiterung der Kindergärten an der Schachtbahn und am Adlerweg, in die 4,5 Millionen Euro investiert werden solle, werde bis Ende 2017 abgeschlossen sein, teilte Niels Jürgensen, Leiter Bauen und Gemeindeentwicklung, mit. Dann würden zwei Krippengruppen und eine zusätzliche Kindergartengruppe dort starten.

Um die Kita-Platzvergabe besser strukturieren zu können, empfahl der Ausschuss nun ein Aufnahme-Bepunktungssystem an den Verwaltungsausschuss. Danach werden den Kindern Punkte dafür vergeben, ob das Kind beispielsweise bereits als Krippenkind in der Einrichtung war oder ob zum Beispiel beide Elternteile arbeiten. So könne man ein Ranking für die Platzvergabe erstellen. Das System sei gemeinsam mit allen Kita-Leiterinnen ausgearbeitet worden, berichtete Bunge.

Autor: Jessica Poszwa, geschrieben am: 08.04.2016
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