Ein weiterer Kommentar zum CZ – Artikel „Herbst – Anwalt schmeißt hin“

kiehneDie Stellungnahme von Frau Müller hat in allen Punkten meine volle Zustimmung. Für die CZ, die sich als überparteiliche und objektiv informierende Tageszeitung fühlt, ist es eigentlich unter ihrem Niveau, wenn sie einen derart auf Vermutungen und Unterstellungen geprägten Artikel veröffentlicht.

Der Verfasser des Artikels versucht offensichtlich den Lesern zu suggerieren, Bürgermeister Herbst sei der Hauptschuldige für den gesamten Schaden. Dazu nutzt er scheinbar wissentlich falsche Angaben. Der Journalist scheint offenbar ein gestörtes Verhältnis zu unserem Bürgermeister zu haben. Das ist nicht nur aus dem letzten, sondern auch aus vorherigen Artikeln zu erkennen. Anfangs waren es nur Nadelstiche, die sich gesteigert haben bis zu dem letzten schamlosen den Bürgermeister beleidigenden Angriff.  

Der Gesamtschaden kann nicht 177.000,00 € betragen. Die Haftpflichtversicherung der Gemeinde hat davon bekanntlich bereits einen großen Teil ersetzt.

Das erste Malheur betraf den Ausbau der Kita in der Mittelstraße. Dieser angeblich durch grobe Fahrlässigkeit verursachte Schaden ist bekanntlich bereits vor der Amtszeit von Bürgermeister Herbst entstanden. Verantwortlich können dafür nur die vor seiner Amtszeit zuständig gewesenen Personen sein.

Der zweite Schaden im, Zusammenhang mit dem Austausch des kontaminierten Bodens am Grünen Eck, soll wohl durch vermeidbare Missverständnisse zu Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Herbst entstanden sein. Zu der Zeit gab es bekanntlich noch Kommunikationsprobleme innerhalb der Verwaltung, bestehend aus einer leider nicht optimalen Zusammenarbeit aller verantwortlichen Mitarbeiter. Es gab sogar Bestrebungen, angeblich von der stärksten Ratsfraktion, den neuen mehrheitlich von den Hambührener Bürgern gewählten Bürgermeister wieder abzuwählen. Dieser sicherlich nicht mit dem Demokratieverständnis unserer Bürger konforme Versuch ist bekanntlich katastrophal gescheitert.

Den Bürgermeister kann wegen der vertanen Fördermittel kaum eine nennenswerte Schuld treffen. Das müsste dem Schreiber des Artikels eigentlich bekannt sein, wenn er sogar über vertrauliche Informationen aus nicht öffentlichen Ausschusssitzungen des Gemeinderates verfügt. Der Bürgermeister benötigt seine Person betreffend wohl keine anwaltliche Unterstützung. Er wird lediglich im Interesse der Gemeinde versucht haben mit Hilfe eines Anwalts, als außenstehende unvoreingenommene Person, zur Klärung der Misere beizutragen. Dass der Anwalt sein Mandat zurück gibt, ist für mich verständlich, weil vermutlich die schleppende Bearbeitung seines Auftrages bemängelt wurde. Dem Bürgermeister kann man lediglich vorwerfen, dass er mit dem scheinbar ungeeigneten Anwalt viel zu viel Geduld hatte und sehr spät reagiert hat.

Man kann sich über die Person des Bürgermeisters und sein Amtsverständnis streiten. Das ist schwer zu beurteilen. Neben Fachkenntnissen sind sicher für ein solches Amt neben Fachkenntnissen ein gewisses Durchsetzungsvermögen und wohl auch ein geschickter Umgang mit der Verwaltung und dem Rat unverzichtbar. Es ist bekannt, dass der Bürgermeister sich nicht auf eine bestimmte Partei rückhaltlos verlassen kann, wie das ja meistens in den Gemeinden der Fall ist. Man kann dieses aber auch als einen Vorteil betrachten, denn für eine vorurteilslose Entscheidungsfindung, die alle Bürgerinteressen betrifft, ist diese Gegebenheit in demokratischem Sinne geeigneter.

Die Schadensfälle müssen endlich aufgeklärt werden und zwar ohne Vorverurteilung. Dazu gehört auch, dass der tatsächlich entstandene Schaden den Bürgern bekannt gemacht wird. Die Hambührener Bürger haben das Recht diese Informationen von der Gemeinde zu erhalten. Der Stil der CZ, mit Vermutungen und Unterstellungen zu arbeiten, ist abzulehnen.

Gerd Günther, Ostlandstraße 4, Hambühren

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