Kommentar: Ärztehaus in Hambühren ?

komOffensichtlich versuchen einige Ratsmitglieder in der Öffentlichkeit den Schein zu erwecken, unser Bürgermeister, Herr Thomas Herbst, sei für alle Missstände in unserer Gemeinde verantwortlich.

Das scheint auch für das offenbare Scheitern des Ärztehausprojektes zuzutreffen.

Diese wenig vorbildliche Verhaltensweise steht den von uns, den Hambührener Bürgern gewählten Ratsmitgliedern, nicht zu.

Ein externer Investor hat sich angeboten in Hambühren ein Ärztehaus zu realisieren. Der Gemeinderat hat diesem Vorhaben zugestimmt und auch für die Bereitstellung eines geeigneten preiswerten Grundstückes durch die Gemeinde. Die Verwaltung, mit ihrem Bürgermeister als obersten Dienstherrn, hat die Aufgabe dafür die Voraussetzungen, wie Änderung des Bebauungsplanes usw. zu schaffen.

Die weitere Entwicklung des Projektes liegt weder im Ermessen des Gemeinderates noch in dem des Bürgermeisters, sondern allein beim Investor. Die in einem Artikel der CZ über das Bauvorhaben genannte Bausumme soll angeblich ca. 3 Millionen Euro betragen. Der Investor wird kein Wohltäter unserer Gemeinde sein. Für ihn wird die Investition nur sinnvoll sein, wenn er eine für ihn lohnende Rendite erwirtschaften kann.

Wenn sich anfangs für das Projekt interessiert gezeigten Ärzte sich von dem Vorhaben wieder distanzieren, weil sie sich die hohen Mieten aus wirtschaftlichen Gründen nicht leisten können, ist das durchaus verständlich. Daran kann auch der Bürgermeister nichts ändern. Die Gemeinde kann den Ärzten wohl kaum einen Mietzuschuss gewähren. Die Kritik an die namentlich als Hauptmieter genannten Ärzte Dr. Maximilian Landgraff, Dr. Antje Landgraff und Tobias Schlüter, ist nicht berechtigt und auch nicht die Vorwürfe gegen sie von einem ihrer Kollegen in einem in der CZ veröffentlichten Leserbrief.

Die derzeitig gemieteten Praxisräume der vorstehend genannten Ärzte befinden sich bekanntlich in der Ostlandstraße, fast unmittelbar neben dem alten Einkaufzentrum, sowie im Einzugsbereich der meisten Patienten. Deshalb wäre der Standort eines Ärztehauses praktisch außerhalb des Ortes, in der Nähe der B 214 nicht gerade „das Gelbe vom Ei“. Übrigens, gab es noch vor wenigen Jahren eine Absichtserklärung unserer Hambührener Regierung, das alte Einkaufszentrum aufzuwerten, um eine Nah- und Grundversorgung der Einwohner anzustreben. Das war vermutlich nicht ernst gemeint und geschah wohl nur zur Rechtfertigung des teuren Ausbaus der Ostlandstraße.

Die Realität sieht leider anders aus. Wahrscheinlich liegt das auch an dem geringen Einfluss der Gemeinde auf die Branchenauswahl der sich ansiedelnden und bereits vorhandenen Gewerbebetriebe. Sonst gäbe es dort sicherlich nicht zwei Spielhöllen.

Um noch weitere Arztpraxen im selben Gebäude anzusiedeln, sollte die Gemeinde mit dem Hauseigentümer reden, ob die weiteren Räume für zusätzliche Arztpraxen genutzt werden könnten. Die dazu erforderlichen Voraussetzungen und baulichen Veränderungren wären sicherlich mit Unterstützung durch die Germeinde realisierbar. Die Größe des dann entstehenden bescheideneren Ärztehauses wäre für Hambühren völlig ausreichend und die Mieten dann auch für zusätzliche in Hambühren fehlende Fachärzte annehmbar.

 Egon Kiehne

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