Zerstörte Landschaften für den Profit – mit Steuergeldern !

27 000 Hähnchen sollen hier pro Stunde in Europas größter vollautomatischer Turbomast Schlachtfabrik in Wietze getötet werden. 
430.000 pro Tag  – getötet und zerlegt  – fünf Tiere pro Sekunde. Das sind 135 Millionen Tiere im Jahr, mehr als irgendwo sonst in Europa.

Das Elend vom Emsland wurde zu uns exportiert. Wir müssen schnellstens begreifen, was das für unsere Region bedeutet  – UND ENDLICH HANDELN !

 

 Worum geht es?  In Wietze betreibt der Unternehmer Rothkötter einen gigantischen Geflügelschlachthof. Dort sollen einmal jährlich 135 Millionen Hähnchen geschlachtet werden. Unterstützt wurde das Vorhaben durch Subventionen in Millionenhöhe von Land, EU und Kommune. Um den Nachschub an Schlachtvieh zu gewährleisten, sind in der Nähe der Anlage 420 neue Mastfabriken nötig.

DER SPIEGEL 7/2011 veröffentlichte unter der Überschrift IM AKKORD ZUR SCHLACHTREIFE die unerträglichen, unverantwortlichen Zustände in dieser Branche.

2 weitere Hähnchenmastställe zwischen Eicklingen und Bockelskamp  sind bereits in Planung. Wenn wir nichts tun, wird bei uns sehr bald genau das geschehen, was in der Weser-Ems-Region längst eine verheerende Wirklichkeit geworden ist.

Denn: Zitat vom SPIEGEL 7/2011:…….. „Und da die mit Ställen gepflasterte und von Gülle ausgelaugte Weser-Ems-Region nicht mehr in Frage kam, lockte ihn* die Landesregierung nach Celle in Ostniedersachen.“

Und weiter: „Die Kommunalpolitiker in Celle bejubelten das Objekt als „sechser im Lotto“ und versprachen „bis zu 1000 Arbeitsplätze.“  —    Wer profitiert davon ?

* Wie der SPIEGEL berichtet, handelt es sich hier um einen Herrn Rothkötter, ehemaliger Futterhändler, der dank freundlicher Unterstützung und Förderung unserer Politik, ein ganz Großer in dieser, nach unserer Meinung, widerwärtigen Branche.

Es stellen sich folgende Fragen:

  • Wollen wir auch bald in Gülle ersticken?
  • Wollen wir wirklich die verheerenden Umweltschäden akzeptieren?
  • Wollen wir diese unfassbare Tierquälerei weiter zulassen?

Die allerwichtigste Frage müssen wir allerdings unseren Politikern stellen:

Da viele Organisationen in Deutschland bereits seit Jahren gegen diese widerwärtigen Einrichtungen protestieren,  WARUM  wird dieser Skandal immer noch von ihnen unterstützt, geduldet und gefördert ?     –   Wer profitiert davon ?

Wie man liest, können wir uns nicht auf unsere Politiker verlassen unsere Interessen zu vertreten, ganz im Gegenteil.    –    Also müssen wir uns wehren !

BITTE engagieren Sie sich und unterstützen Sie eine der vielen Bürgerinitiativen, z.B. die Bürgerinitiative in Wietze – unsere Nachbargemeinde – die schon seit längerer Zeit gegen diese erschreckenden Missstände kämpft.

zB. mit dem Flyer gegen Massentierhaltung von Herrn Norbert Krüler / www.gefluegelmast.de

„Wer möchte, kann sich den Flyer auch als Datei herunterladen und selbst ausdrucken und verteilen und so mithelfen (wo auch immer), dass das Problem mit den tierquälerischen Mastanlagen auf Bundesebene vielleicht einfach nur zu einem traurigen Kapitel der Vergangenheit wird.“   http://www.gefluegelmast.de/unser-flyer.html

Der BUND hat in Zusammenarbeit mit dem Fachanwalt RA Peter Kremer einen Leitfaden für Bürgerinitiativen verfasst, die gegen einen geplanten Maststall vorgehen wollen:   Leitfaden des BUND   (bitte anklicken)

Widerstand gegen Massentierhaltungsanlagen  — Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis  – Im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

– informieren Sie sich über die Themen „Hähnchenmast“ und „Schlachthof Wietze“
– Sprechen Sie mit Nachbarn, Freunden und Bekannten darüber.
– Fragen Sie die Vertreter der Parteien, Kommunalpolitiker und Vertreter der Verwaltung
– Üben Sie Ihr Wahlrecht aus.
– Schreiben Sie Leserbriefe an die örtliche Presse.
– Schreiben Sie Einwendungen gegen den Bau der Ställe.
– Kaufen Sie Fleisch und Eier nur aus artgerechter Haltung.
– Beachten Sie Informationen zum Thema  in den Medien.
– Unterstützen Sie uns !

Vielen Dank   /  Ihre Bürgerinitiative Hambühren

„Wir mussten erst realisieren, was das für unsere Region bedeuten würde“, sagt Uschi Helmers, „nämlich einen kompletten Strukturwandel“. Wie die industrielle Tierzucht eine Region dominieren kann, zeigt ein Blick ins Emsland an der niederländischen Grenze, das Zentrum der deutschen Hähnchenproduktion. Dort gibt es 30 Millionen Mastplätze, der Gestank von Geflügelkot ist allgegenwärtig. Vor einer „Emslandisierung“ der Region warnte deshalb die Bürgerinitiative in Wietze und gab sich den Namenszusatz „Für den Erhalt unseres Aller-Leine-Tals“.

 

Hiltrud Schröder: „….ich bin fassungslos darüber, wie alltäglich die Barbarei gegenüber Tieren in unserer Zivilisation ist. Und ich bin empört über die Ignoranz, mit der die Politik […] sich weigert, diese Barbarei zu beenden…..Wir brauchen keine neuen Gesetze, die dann wieder systematisch missachtet werden. Wir brauchen endlich eine Politik, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen und der Tiere richtet – und nicht nach den Wünschen der Mastbetriebe. Ich kenne die Massentierhaltung. Ich komme aus einem Bundesland, in dem es so viele Hühner und Schweine gibt wie nirgends sonst in Europa. Und ich habe gelernt, dass wohl nirgends sonst in unserer Gesellschaft Gesetze so skrupellos und so systematisch gebrochen werden wie in Tierfabriken. Das beginnt bei zu engen Ställen, das setzt sich fort mit verbotenen Hormonen und Medikamenten, das geht weiter mit der Verseuchung des Grundwassers durch die Gülle, und das ist bei den Transporten noch lange nicht zu Ende….“ (Kundgebung 26.03.1994 in Bonn)

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